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Aktuelles

08.07.2016

Ein Herz für Schützen

Heute möchte ich eine Lanze für unsere Schützenvereine in Hannover brechen. Gerade feiern wir 487 Jahre Schützenfest Hannover, da ist es doch an der Zeit seine Verbundenheit zu den Schützen einmal festzuhalten. Das Schützenwesen ist fester Bestandteil unserer Stadt.
Bereits 1468 wurde das hannoversche Schützenwesen erstmalig urkundlich erwähnt. Damals vom Herzog Wilhelm dem Siegreichen in einem Brief an den Rat der Stadt. Wilhelm gehörte zu einer Gruppe die es noch heute gibt, jene die es nicht so herzlich mit unseren Schützen meinen.
Der Herzog beschwerte sich, dass wehrsportliche Übungen auf dem Gelände der geschleiften Burg Lauenrode in der Calenberger Neustadt stattfinden würden. Hier befanden sich ein paar Hannoveraner, die mit Armbrüsten auf einen bunten Holzpapageien schossen. Aus diesen damaligen sportlichen Übungswettkämpfen, Armbrust und Gewehr dienten dem Schutz der Stadt, wurden mit der Zeit Schützen mit Preisen und Auszeichnungen geehrt.
Der Ursprung des Schützenfestes steckt dann im Jahr 1529. Der Herzog Erich I. von Calenberg-Göttingen statte Hannover mit dem Privileg aus, ein solches Fest einmal im Jahr zu begehen. 1573 wurde dann am Klagesmarkt das erste Schützenhaus erbaut.
Die Bruchmeister, die damals noch allerlei Ordnungsaufgaben nachgingen, wurden 1710 bestellt als Hilfsbeamte einen geregelten und geordneten Ablauf des Schießens zu ordnen. Das Jahr 1837 kann als Geburtsstunde der Schützenvereine ausgemacht werden.
Hier wurde es den Schützen gestattet in gleichmäßig gekleideten Gruppen aufzutreten. Es entwickelten sich dann in den Stadtteilen diverse Schützenvereinigungen. Diese lange Geschichte wurde im Jahr 1955 mit dem Titel "Schützenstadt" gekrönt.
Heute gibt es 86 Schützengesellschaften und -vereine, die unter dem Dach des Verbandes Hannoverscher Schützenvereine zusammengeschlossen sind. Hier finden sich inzwischen 5.000 Schützen, von denen etwa 800 Jungschützen sind, zusammen. Einer von ihnen war Christian Klees. Er trat 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta an und errang im Kleinkaliber-Liegendschießen die erste Goldmedaille für Deutschland.
Am Sonntag den 03.07.2015 fand der alljährliche Schützenausmarsch statt. Hierbei beteiligten sich 10.000 Teilnehmer, Schützen, Spielleute, Folkloregruppen, Festwagen, etc., die einen mehr als 10 km langen Zug bilden. Die 4 km lange Wegstrecke führte vom Neuen Rathaus zum Schützenplatz an der Bruchmeisterallee.
Unsere Schützengesellschaften sind ein vitaler Bestandteil der niedersächsischen Gesellschaft. Ich betone immer wieder wie wichtig die Jugendarbeit in Schützenvereinen ist, da die Jugend das Rückgrat der Vereinsarbeit ist. Die Schützen erfüllen diverse soziale Funktionen innerhalb unserer Gesellschaft. Sie bringen Menschen zusammen und fördern dabei noch elementare Social Skills.

Schlussendlich möchte ich klarstellen dass ich mich unseren Schützen auf das Tiefste verbunden fühle.

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